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Kneipp

Die Kneippkur geht auf Pfarrer Sebastian Kneipp zurück, der vor über 150 Jahren das aus fünf Säulen bestehende ganzheitliche Naturheilverfahren entwickelte. Durch das Zusammenspiel der fünf Säulen Wasser, Heilkräuter, Ernährung, Bewegung und  innere Balance – werden Erfolge bei der Behandlung von Herz-Kreislauf- sowie Gefäßerkrankungen, neurovegetativen Funktionsstörungen, Stoffwechselstörungen erzielt, das Immunsystem gestärkt und Stress abgebaut.

Die fünf Säulen der Kneippkur

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„Wenn es für mich ein Heilmittel gibt, so wird es das Wasser sein.“

Sebastian Kneipp

​​​​​​​Wasser

​​​​​​​Von der gesundheitsfördernden Wirkung des Wassers und der heilsamen Wirkung von Wasseranwendungen überzeugt war Sebastian Kneipp im Jahre 1849, als es ihm gelang, eine Tuberkuloseerkrankung dank kalter Bäder in der Donau zu kurieren.

Seither ist das Element Wasser zentraler Bestandteil seiner Kneipp-Philosophie. Das Wechselspiel von Warm- und Kaltwasserreizen – durch Wechselgüsse, Dämpfe, Wickel, Waschungen oder Bäder stimuliert die Blutgefäße, fördert die Durchblutung des gesamten Körpers und der inneren Organe und härtet das Immunsystem ab.
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Zu den berühmtesten Wasseranwendungen zählt wohl das Wassertreten, auch Kneippen genannt. Hierbei wird in kaltem Wasser (Wassertemperatur von 8 bis etwa 18 °C, Wasserhöhe bis knapp unters Knie) auf der Stelle geschritten (die Füße sollten sich zu Beginn des Wassertretens warm anfühlen), wobei ein Bein immer vollkommen aus dem Wasser herausgezogen wird (Storchengang). Sobald ein starkes Kältegefühl in den Beinen verspürt wird, sollte das kalte Wasser verlassen werden, um die Füße wieder zu erwärmen. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt. Nach dem Wassertreten sollte das Wasser lediglich abgestreift werden (nicht abtrocknen) und für gute Wiedererwärmung gesorgt werden.
Wassertreten bzw. Kneippen soll wie folgt wirken:

  • regt den Kreislauf an

  • ist durchblutungsfördernd

  • beugt Krampfadern vor

  • hilft beim Einschlafen

  • stärkt die Abwehrkräfte

  • hilft bei Migräne


Zahlreiche unserer Kur-und Heilbäder verfügen über Kneipp-Tretbecken. Ausprobieren lohnt sich !
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​​​​​​​Übrigens: seit 2015 ist das  "Kneippen" in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes von der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen worden.

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„Ich habe die alten verlassenen und vergessenen Kräutlein wieder aufgesucht, habe ihre Heilkraft erprobt und manchen geheilt.“

Sebastian Kneipp

​​​​​Heilkräuter

​​​​​​​Weiteres zentrales Element der Kneipp-Philosophie sind pflanzliche Heilmittel. Heilkräuter können das Immunsystem stärken, den Blutzuckerspiegel senken und die Durchblutung fördern. Verwendet werden Sie sowohl zur innerlichen als auch äußerlichen Anwendung. Innerlich werden sie beispielsweise in Tees (Anis, Fenchel, Kümmel) oder in Säften (z.B. aus Holunderbeeren) angewandt. Äußerlich finden Heilkräuter Anwendung in Heilbädern, Inhalationen oder bei der Zubereitung von Kompressen. Hierbei gelangen die Wirkstoffe über die Haut (Bäder, Wickel) oder die Atmung (Inhalation) in das Gewebe bzw. die Blutbahn. Pflegende Öle lassen sich hervorragend aus Heilkräutern herstellen und werden auch heute noch entsprechend eingesetzt. Minze oder Eukalyptus beispielsweise werden als Badezusätze verwendet, um Atemwegsbeschwerden zu lindern.

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„Die Nahrung ist nur dann zuträglich und gesund, wenn sie der Natur
des Menschen zuträglich ist und von ihr verarbeitet wird.“ 

Sebastian Kneipp

Ernährung


​​​​​​​Einfach, natürlich und gesund soll sie sein, die Ernährung nach der Kneipp’schen Philosophie. Dabei bildet die ausgewogene Ernährung von vorwiegend regionalen, unverarbeiteten und frischen Zutaten die Grundlage für Vitalität und Wohlbefinden.

Krankmachend wirken vor allem unsere Ernährungsgewohnheiten - zu fett, zu viel, zu spät, zu schnell - und unsere Zivilisationskost. Deren Folgen können sein: Zuckerkrankheit, Stoffwechselstörung, Gicht, Rheuma, Fettsucht, hoher Blutdruck. Die gesunde, naturgemäße Ernährung als eines der wesentlichen naturheilkundlichen Behandlungsprinzipien kann unter Berücksichtigung vorhandener ernährungsabhängiger Krankheiten den häufig gestörten Stoffwechsel wieder normalisieren. Wichtig ist, dass dem Körper durch die Ernährung alle Nahrungsbestandteile im richtigen Verhältnis sowie in der richtigen Menge zugeführt werden. Im Gespräch mit Arzt und Ernährungsberater in unseren Kurorten sollte deshalb ein individuelles Konzept erstellt werden, das sich auch als alltagstauglich erweist.

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„Erst als ich Ordnung in die Seelen der Menschen brachte, besserten
​​​​​​​sich auch ihre körperlichen Leiden“

Sebastian Kneipp

​​​Bewegung

​​​​​​​Als weitere Säule der Kneipp´schen Philosophie gilt die dosierte Bewegung. So hilft regelmäßige Bewegung dabei, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen und Krankheiten vorzubeugen. Die sanfte Bewegung, der Wechsel aus Anspannung und Entspannung soll zudem das allgemeine körperliche Wohlbefinden steigern, Kraft, Ausdauer und Koordination verbessern.

​​​​​​​Gegen den bewegungsarmen Alltag  eignen sich ideal Spaziergänge, Wanderungen, Radfahren, Joggen, Schwimmen oder etwa Yoga.

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„Untätigkeit schwächt, Übung stärkt und Überlastung schadet .“

Sebastian Kneipp

​​​​​​​​​​​​​Innere Balance

​​​​​​​In der Kneipp-Lehre wird der Mensch als Einheit von Körper, Geist und Seele betrachtet. Das Herstellen der inneren Harmonie, eines ausgeglichenen, geordneten Lebensstils ist die fünfte Säule der Kneipp`schen Philosophie. Die innere Balance – das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Aktivität und Ruhe -wirkt sich positiv auf Gesundheit von Körper, Geist und Seele aus. Aus innerer Balance heraus soll neue Kraft für die Herausforderungen des Lebens geschöpft werden.Hierbei können Atemtherapien, Autogenes Training, Muskelrelaxation oder Yoga unterstützend zum Einsatz kommen.​​​​​​​

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