Thüringer Kurorte auf dem Weg zur Klimaneutralität

Pressemitteilung 27.08.2025


Vier Modellkurorte: Bad Klosterlausnitz, Bad Langensalza, Bad Sulza und Saalfeld
Vorstellung der Ergebnisse und Erfahrungsaustausch am 27.8.2025 in Bad Klosterlausnitz


Bad Sulza, 27. August 2025


Heilbäder und Kurorte leben von reiner Luft, intakter Natur und einem gesunden Umfeld. Genau diese Grundlagen geraten jedoch durch den Klimawandel zunehmend unter Druck. Mit dem Projekt „Auf dem Weg zum klimaneutralen Kurort“ setzt der Thüringer Heilbäderverband deshalb ein deutliches Zeichen: Klimaschutz ist nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Chance, die Zukunft der Kurorte zu sichern und neue Qualitäten für Gäste und Gastgeber zu erschließen.


Warum Klimaschutz für Kurorte entscheidend ist
„Die Attraktivität der Kurorte hängt direkt mit der Qualität von Natur und Umwelt zusammen. Extreme Wetterlagen, Trockenheit oder die Belastung natürlicher Heilmittel zeigen, wie eng Klimawandel und Gesundheitsangebote miteinander verknüpft sind. Wer heute in Klimaschutz investiert, sorgt dafür, dass Heilbäder auch morgen noch sichere Orte für Regeneration und Erholung bleiben.“ sagt Matthias Strejc, Präsident des Thüringer Heilbäderverbandes. Der Projektleiter Albert Rinn vom beauftragten Büro BTE Tourismus- und Regionalberatung ergänzt: "Klimaschutz ist eine wichtige Aufgabe für die Kurorte in Thüringen in den nächsten Jahren. Im Sinne der Planbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit ermöglicht der aufgezeigte Weg zum klimaneutralen Kurort Kosteneinsparungen und erfüllt die gesetzlichen Vorgaben."
Gleichzeitig stärkt nachhaltiges Handeln das Image, reduziert Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern und macht Kurorte langfristig wettbewerbsfähiger.


Modellorte als Vorreiter
Im Rahmen des Projektes haben die vier Modellorte Bad Klosterlausnitz, Bad Langensalza, Bad Sulza und Saalfeld Maßnahmenpläne entwickelt, die zeigen, wie Klimaschutz entlang der touristischen Reisekette konkret umgesetzt werden kann. Dazu gehören etwa der Ausbau klimafreundlicher Mobilitätsangebote, energetische Sanierungen in Kurmittelhäusern und Thermen oder der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien. Auch die Gastronomie kann durch den Fokus auf regionale Produkte, biologische Lebensmittel und ein erweitertes vegetarisches bzw. veganes Angebot einen wichtigen Beitrag zum klimaneutralen Kurort leisten. Ergänzt wird dies durch umweltverträgliche Freizeit- und Gesundheitsprogramme, die Gäste für den Klimaschutz sensibilisieren und ihnen neue, nachhaltige Erlebnisse bieten. Die Modellorte werden die touristischen Klimaschutzkonzepte in ihre Stadt- und Energieplanungen integrieren und versuchen gemeinsam neue Förderprogramme für ihre Infrastrukturprojekte zu erschließen.


Chancen für Gäste, Gastgeber und Regionen
Von diesen Veränderungen profitieren alle Beteiligten: Gäste genießen eine intakte Natur und klimafreundliche Angebote, Gastgeber reduzieren ihre Energiekosten und steigern ihr Profil,und ganze Regionen sichern sich durch nachhaltigen Tourismus neue Impulse für Wirtschaft und Lebensqualität. Beispiele aus den Modellorten zeigen, dass Klimaschutz machbar ist – und dass er den Kurorten nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich und gesellschaftlich zugutekommt.


Zusammenarbeit als Schlüssel
Begleitet wurde das Projekt von der BTE Tourismus- und Regionalberatung. Eine Förderung erfolgte durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten. Damit die Erfahrungen der Modellorte möglichst viele Akteure erreichen, stellt der Thüringer Heilbäderverband Schulungsmaterialien bereit und unterstützt weitere Kurorte bei der Umsetzung. Dazu findet am 27.8.2025 eine Vorstellung der Ergebnisse der Modellorte und ein Erfahrungsaustausch der Thüringer Kurorte in Bad Klosterlausnitz statt.


Ausblick
„Klimaschutz im Kurort ist eine gemeinsame Aufgabe – und eine große Chance. Nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, bleibt Thüringen ein attraktiver Ort für Gesundheit, Erholung und nachhaltigen Tourismus“, betont Matthias Strejc vom Thüringer Heilbäderverband. Mit dem Projekt wurde ein erster Grundstein gelegt. Nun gilt es, die gewonnenen Erkenntnisse weiterzugeben und Schritt für Schritt alle Thüringer Kurorte auf dem Weg zur Klimaneutralität mitzunehmen.

 

Online-Pressebereich Thüringer Heilbäderverband e.V.: https://www.natur-kur-thueringen.de/presse


Herausgeber:
Thüringer Heilbäderverband e.V. Kurpark 2, 99518 Bad Sulza T: 036461 877801
E-Mail: info@natur-kur-thueringen.de www.natur-kur-thueringen.de
Pressekontakt und Rezensionsexemplare:
Rainer Engelhardt T: 036461-877802
E-Mail: engelhardt@natur-kur-thueringen.de


Über den Thüringer Heilbäderverband e.V.
Der im Jahr 1991 gegründete Thüringer Heilbäderverband e.V. (THBV) ist die landesweite Interessenvertretung der 17 prädikatisierten Heilbäder und Kurorte in Thüringen. Seine Aufgabe ist es, seine Mitglieder gesellschafts-, sozial- und wirtschaftspolitisch zu unterstützen und für Gesundheitstourismus und Kuren in Thüringen zu werben. Die Orte müssen laut Thüringer Kurortgesetz natürliche Heilmittel wie Sole, Heilwasser, Moor oder heilendes Klima aufweisen, anerkannte Heilverfahren wie die Kneipptherapie anwenden und einen „artgemäßen Kurortcharakter“ nachweisen. Zu den Mitgliedern des THBV gehören Bad Berka, Bad Colberg, Bad Frankenhausen, Bad Klosterlausnitz, Bad Langensalza, Bad Liebenstein, Bad Lobenstein, Bad Salzungen, Bad Sulza, Bad Tabarz, Bad Tennstedt, Finsterbergen, Friedrichroda, Heilbad Heiligenstadt, Masserberg, Neustadt/Harz, Saalfeld und Stützerbach.